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Zur Zeit werden
der gesamte Tiertrakt und der OP-Raum gefliest. Ein großer hygienischer
Fortschritt, von der Optik ganz zu schweigen.
Doch gerade dieser Akt kostete mich ein Vermögen. In der Zwischenzeit
wurden auch Kastrationsaktionen durchgeführt. Die Münchner Tierärztin
Dr. Monika Koller war mit ihrer Kollegin Eva Reischl 8 Tage kostenlos vor
Ort.
Der nächste Kraftakt war ein neuer Fangwagen. Der alte heizte sich im
Sommer auf mehr als 50 Grad auf (ich fuhr einmal mit). |
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Bei
jedem Aufenthalt nehme ich Hunde mit, die kaum eine Chance haben, je
vermittelt zu werden. Unvergessen wird mir Mirko bleiben.
Er
kroch als Welpe auf dem Betonboden (noch in der Zeit des Auffanglagers).
Ich nahm die Handvoll Hund in mein Hotelzimmer, doch der Wurm blieb zurückhaltend
und ängstlich, von kuschelig keine Spur. Im Tierheim
Garmisch-Partenkirchen wurde er gepäppelt und bemuttert, doch Mirko ließ
sich kaum anfassen oder streicheln. Schließlich verliebte sich ein
Ehepaar aus Berlin in Mirko und stellt nun, nach fast einem Jahr,
klitzekleine Fortschritte fest. |
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Andere Hunde
schreien so laut und unentwegt, dass ich ihnen versprach, sie mitzunehmen.
Dann waren sie still- ich hielt mein Versprechen. Sie sind alle wahre
Wonneproppen. Langsam erblüht das ehemalige Todeslager zu einem Tierheim,
in dem die Hunde weder hungern, noch frieren oder krank dahinsiechen. Alle
zwei, drei Monate bin ich vor Ort, kaufe Futter nach und sehe nach dem
Rechten., mache Nachkontrollen von vermittelten Tieren und spreche mit
Einheimischen.
Nach den Fliesenarbeiten ist mein größter Wunsch eine Quarantänestation.
Und wenn mich meine lieben Spender nicht im Stich lassen, kann ich das
auch schon bald packen.
Der Urlaubsort-Sonnenstrand ist nur etwa 30 Kilometer von Burgas entfernt.
Ich würde mich freuen, wenn meine Tierfreunde sich einen Hund aussuchen
und mit nach Deutschland nehmen würden. Jeder Taxifahrer kennt das
Tierheim. Ich habe es nun auch von der Straße aus beschildern lassen.
Das ehemalige Todes- und Auffanglager Burgas ist ein Langzeitprojekt, das
ohne meine Hilfe nicht atmen kann. Weder Mensch noch Tier. Danke für Ihre
weitere Hilfe.
Pro
7 hat mich im April diesen Jahres nach Burgas begleitet. Das Porträt über
meine Arbeit vor Ort wurde zweimal ausgestrahlt. |