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Eines der schrecklichsten
Todeshäuser in der Ukraine - es besteht seit 1920 - mordet weiter. Alle Versprechungen, die die
Stadtverwaltung Wolfgang Apel und mir gegeben hat, wurden gebrochen. Zwar hat der Deutsche Tierschutzbund
Pläne für ein Tierheim erarbeitet, dafür Gelder gesammelt, Architekten und
Vermittler vor Ort geschickt, doch seit mehr als eineinhalb Jahren wird nur
verhandelt. Nun scheint, wieder einmal, ein Durchbruch gelungen zu sein.
Der
deutsche Tierschutzbund hat ein Grundstück zugewiesen bekommen, Verträge wurden
unterzeichnet und das Todesverlies soll in die Obhut des Deutschen
Tierschutzbundes übergeben worden sein. Fürs Erste soll es als Auffanglager dienen. Noch
in diesem Jahr soll auch mit dem Bau des ersten Tierheimes in Odessa begonnen
werden. Ich werde im November in Odessa sein.
Odessa macht mich wütend und sehr ungeduldig. So kann ich im Moment nur vereinzelt retten und helfen. |
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So die kleine schwarze Mischlingshündin
Alexandra. Als ich sie entdeckte, war ihr Fell blutig, voller Kot und Urin. Ihr winziger Körper
wird von ihren Leidensgenossen getreten und fast erdrückt. Zart schiebe ich meine
Hand durchs Gitter und streichle ihr Gesicht. Sie lässt es regungslos geschehen.
Nur ihre unglaublich schwarz-schimmernden traurigen Augen schauen mich so durchdringend an, dass es mein Herz
zuschnürt.
Morgen schon wird Alexandra tot sein. Ich gehe weiter, fotografiere
die anderen Hunde, alles Todeskandidaten und spüre Alexandras Blick. Mein
Gott, ich muss wenigstens sie retten. Und ich schaffte es. Zog das kleine Bündel aus
dem schrecklichen Verlies, gab ihm Liebe und Wärme. Stundenlang zitterte der
kleine Körper. Ich nahm sie in mein Hotelzimmer, badete sie vorsichtig und gab
ihr zu essen. Alexandra hustete stark, hatte wenig Appetit. Mit den nötigen Papieren flog ich nach
Deutschland, ließ sie sofort vom Tierarzt untersuchen. |
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Dann die Überraschung: Die winzige Alexandra,
kleiner als mein Kater Peppino, ist bereits an die drei Jahre. Außer einem Zwingerhusten war sie
kerngesund. Nach acht Tagen war die kleine Maus bereits stubenrein und nun
wurde es Zeit, für sie ein sonniges Zuhause zu suchen. Doch kein Platz war mir gut
genug. Nun gehört Alexandra, das außergewöhnliche Lebewesen, zu meinem Leben,
zu meinem Wolfsspitz Batzi und meinen drei Katzen.
Alexandra wurde von Tag zu Tag selbstbewußter, läuft ohne Leine und auch leider mit tosendem Gebell den
Radfahrern hinterher. Mit viel Mühe habe ich ihr das wieder abgewöhnt. Alexandra gerettet zu
haben, ist Tag für Tag ein Geschenk für mich - natürlich ein Tropfen auf den
heißen Stein. Aber ein Lebewesen hat überlebt. Und für die anderen werde ich
weiterkämpfen. Und zwar so lange, bis in Odessa kein einziges Tier mehr von der
Straße gefangen wird, um dann getötet zu werden. |